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Google-Unternehmensprofil erstellen: Anleitung für kleine Betriebe in Österreich

Ein Google-Unternehmensprofil erstellen Sie kostenlos unter business.google.com. Sie tragen Ihren Betrieb ein, bestätigen ihn bei Google und füllen danach Kategorie, Gebiet, Öffnungszeiten, Fotos und Leistungen aus. Für einen kleinen Betrieb ist das an einem Nachmittag erledigt, nur die Bestätigung durch Google kann einige Werktage dauern.

Die Anleitung ist für kleine Betriebe in Österreich geschrieben. Deshalb erklärt sie auch das Servicegebiet für Betriebe ohne Geschäftslokal und den Abgleich mit Herold und WKO Firmen A–Z. Und wo ich beim eigenen Profil etwas gelernt habe, steht das an der passenden Stelle.

Die Schritte im Überblick

  1. Schritt 1: Google-Konto des Betriebs verwenden, nicht das private oder das der Agentur.

  2. Schritt 2: Prüfen, ob es Ihren Betrieb in Google Maps schon gibt.

  3. Schritt 3: Profil anlegen oder das bestehende übernehmen.

  4. Schritt 4: Bestätigung durchführen, meist per Video.

  5. Schritt 5: Name, Hauptkategorie, Adresse oder Servicegebiet festlegen.

  6. Schritt 6: Öffnungszeiten, Telefon, Website, Leistungen, Beschreibung und Fotos ergänzen.

  7. Schritt 7: Kunden um Bewertungen bitten und jede Bewertung beantworten.

  8. Schritt 8: Website, Herold und WKO Firmen A–Z auf dieselben Angaben bringen.

Profil anlegen oder bestehendes übernehmen

Oft gibt es Ihren Betrieb in Google Maps schon, weil Google selbst oder ein Kunde einen Eintrag angelegt hat. Suchen Sie deshalb zuerst nach Ihrem Betriebsnamen. Finden Sie einen Eintrag, übernehmen Sie ihn über „Inhaber dieses Unternehmens?“, bei Google heißt das „Profil beanspruchen“. So vermeiden Sie ein zweites Profil für denselben Betrieb. Wird der Eintrag schon von jemand anderem verwaltet, fordern Sie den Zugriff an.

Legen Sie das Profil mit einem Google-Konto an, das dem Betrieb gehört. Webdesigner, Mitarbeiter oder Familienmitglieder fügen Sie später als Verwalter hinzu. So bleibt das Profil bei Ihnen, wenn jemand nicht mehr erreichbar ist.

Die Bestätigung: meist per Video

Ein Eintrag kann schon vor der Bestätigung sichtbar sein. Vollständig verwalten und Bewertungen beantworten können Sie aber erst, wenn Sie die Inhaberschaft bestätigt haben. Welche Methoden dafür angeboten werden, entscheidet Google je nach Kategorie, Region und Betrieb. Möglich sind Telefon, SMS, E-Mail, Postkarte, Video oder ein Live-Videoanruf, und wird Video angeboten, empfiehlt Google diese Methode.

Nehmen Sie das Video mit dem Handy als durchgehende Aufnahme ohne Schnitt auf. Zeigen Sie dabei:

  • wo Sie sind: Straße, Hausnummer oder Umgebung,
  • dass es den Betrieb gibt: Schild, Werkzeug, Fahrzeug, Arbeitsplatz,
  • dass Sie ihn führen dürfen: etwa Büro aufsperren, Unterlagen zum Betrieb, Rechnung mit Ihrem Namen.

Bei Betrieben ohne Geschäftslokal zeigen Sie Arbeitsmittel und einen Nachweis Ihrer Zuständigkeit. Ob die Nachweise ausreichen, prüft Google. Der Name im Video muss zum Namen im Profil passen. Google prüft laut eigener Hilfe bis zu fünf Werktage. Ändern Sie in dieser Zeit nichts am Profil.

Quelle: Google-Hilfe: Bestätigung

Quelle: Google-Hilfe: Video-Bestätigung

Der Name: so, wie er auf Ihrer Rechnung steht

Der Name im Profil ist der Name, den Ihre Kunden auf Schild, Rechnung, Briefpapier und Website sehen. Es ist verlockend, dort noch einen Suchbegriff oder den Ort anzuhängen. Google verbietet aber Zusätze wie Suchbegriffe, Orte, Werbesprüche, Telefonnummern oder Öffnungszeiten im Namen.

So ja: „Huber Haustechnik“. So nicht: „Huber Haustechnik Installateur Gmünd 24h Notdienst“. Die Leistungen gehören in Kategorie, Leistungen und Beschreibung. Ein Mitbewerber kann einen überladenen Namen melden, dann ändert Google ihn oder sperrt das Profil.

Mein eigenes Profil trug anfangs einen Suchbegriff statt meines Firmennamens. Nach der Umbenennung erschien bei der Suche nach meinem Betrieb der Profilkasten. In Google Maps stand mein Profil bei der Namenssuche an erster Stelle. Bei einem allgemeinen Suchbegriff fiel das Profil in der Karte danach zurück. Ich habe den echten Namen trotzdem behalten. Wer Sie empfohlen bekommt, sucht nach Ihrem Namen, und der Name soll den Google-Richtlinien entsprechen.

Eine Namensänderung kann eine neue Bestätigung auslösen. Planen Sie sie nicht in eine Woche, in der Sie das Profil dringend brauchen.

Quelle: Google-Hilfe: Darstellung, Teilnahmeberechtigung und Öffnungszeiten

Kategorien: eine Hauptkategorie, die genau passt

Die Hauptkategorie beschreibt Ihr Kerngeschäft und hilft Google, Ihr Profil passenden Suchen zuzuordnen. Wählen Sie die genaueste, die Google anbietet: „Tischlerei“ statt „Handwerker“, „Physiotherapeut“ statt „Gesundheitsberatung“. Zusatzkategorien sind für echte Nebenleistungen da, nicht für alles, was Sie auch einmal gemacht haben.

Prüfen Sie nach dem Speichern, welche Kategorie Google tatsächlich anzeigt. Bei meinem Profil erschien in einer Abfrage eine Zusatzkategorie an erster Stelle. Seitdem kontrolliere ich das nach jeder Änderung.

Adresse oder Servicegebiet: Betrieb ohne Geschäftslokal

Ob Ihre Adresse im Profil steht, hängt davon ab, wo Sie Ihre Kunden treffen. Empfangen Sie Kunden an einem geeigneten Standort, können Sie dessen Adresse zeigen. Fahren Sie dagegen zu Ihren Kunden und empfangen zuhause keine, blenden Sie Ihre Adresse aus und geben ein Servicegebiet an. Google braucht die Adresse dann trotzdem für die Bestätigung, zeigt sie aber nicht an. Reine Online-Unternehmen ohne persönlichen Kundenkontakt sind nicht teilnahmeberechtigt.

Für das Servicegebiet gelten nach der Google-Hilfe drei Regeln:

  • höchstens 20 Gebiete,
  • Orte, Postleitzahlen oder Regionen statt eines Radius,
  • das ganze Gebiet in rund zwei Autostunden vom Standort erreichbar.

Tragen Sie die Orte ein, in denen Sie wirklich arbeiten. Für einen Elektriker in Zwettl sind das eher Zwettl, Gmünd, Horn und Krems als „ganz Niederösterreich“. Ein zu weites Gebiet bringt Ihnen dort keine Kunden, wo Sie nicht hinfahren.

Quelle: Google-Hilfe: Einzugsgebiete

Quelle: Google-Hilfe: Darstellung, Teilnahmeberechtigung und Öffnungszeiten

Öffnungszeiten, die stimmen

Google zeigt Suchenden, ob Sie gerade geöffnet haben. Und wer anruft und niemanden erreicht, ruft den Nächsten an. Tragen Sie deshalb die tatsächlichen Geschäftszeiten ein. Feiertage und Urlaub kommen als Sonderöffnungszeiten dazu. Arbeiten Sie ausschließlich nach Terminvereinbarung, geben Sie laut Google keine regulären Öffnungszeiten an.

Quelle: Google-Hilfe: Darstellung, Teilnahmeberechtigung und Öffnungszeiten

Fotos, Leistungen und Beschreibung

Kunden wollen sehen, mit wem sie es zu tun haben. Laden Sie deshalb eigene Fotos hoch: Logo, ein Titelbild, Ihr Team oder Sie selbst, Arbeiten, Fahrzeug, Werkstatt oder Praxisraum. Fotos aus Bilddatenbanken lassen Sie besser weg.

Legen Sie jede Leistung mit einem kurzen Satz in den Worten Ihrer Kunden an. Beginnen Sie die Beschreibung mit Ihrem Angebot, Ihrer Zielgruppe und Ihrem Tätigkeitsgebiet. Dafür stehen bis zu 750 Zeichen zur Verfügung.

Bewertungen sammeln, ohne gegen die Regeln zu verstoßen

Bewertungen bekommen Sie, wenn Sie danach fragen. Den Link dafür und einen QR-Code zum Teilen finden Sie im Profil unter „Rezensionen lesen“. Schicken Sie den Link persönlich, wenn ein Auftrag abgeschlossen ist oder Sie ein Problem gelöst haben. Dafür genügt eine Nachricht per Mail oder WhatsApp.

Die Google-Richtlinien verbieten dabei:

  • Gegenleistungen für Bewertungen, auch Rabatte oder Gutscheine,
  • nur zufriedene Kunden zu fragen und unzufriedene auf ein Formular umzuleiten,
  • Bewertungen vorzuformulieren oder Sterne vorzugeben,
  • Mitarbeitern eine Zahl an Bewertungen vorzuschreiben.

Google kann Verstöße mit gelöschten Bewertungen, einer Sperre für neue Bewertungen oder einem Warnhinweis im Profil ahnden. Ich empfehle, nach abgeschlossenen Aufträgen fortlaufend um Bewertungen zu bitten. Hilfreich sind zwei Fragen als Anstoß: Was war das Problem? Was ist seitdem anders?

Bewertungen beantworten

Ihre Antwort auf eine Bewertung lesen vor allem die nächsten Interessenten. Beantworten Sie deshalb jede Bewertung, gute wie schlechte, innerhalb weniger Tage. Bedanken Sie sich konkret, mit Bezug auf den Auftrag. Bei Kritik schreiben Sie sachlich, was passiert ist und was Sie anbieten, und unterschreiben mit Ihrem Namen.

Beiträge: nützlich, aber kein Muss

Beiträge sind kurze Meldungen im Profil: ein neues Angebot, Betriebsurlaub, ein abgeschlossener Auftrag. Einer im Monat reicht. Wenn Ihre Zeit knapp ist, kümmern Sie sich zuerst um richtige Grunddaten und Bewertungen, denn die sind wichtiger.

Website, Herold und WKO auf denselben Stand bringen

Verwenden Sie für Name, Adresse und Telefonnummer überall dieselbe Schreibweise: im Google-Profil, auf der Website, im Impressum, bei Herold und in WKO Firmen A–Z. Fachleute nennen das NAP-Konsistenz. Denn Google und KI-Assistenten gleichen diese Quellen ab. Widersprechen sie sich, wissen sie nicht, welche Angabe stimmt.

  • Telefonnummer in einer Schreibweise, am besten mit +43.
  • Website: Name, Adresse oder Gebiet und Öffnungszeiten wie im Profil, dazu ein Link auf das Profil.
  • Herold: Grundeintrag prüfen und korrigieren. Für die Korrektur müssen Sie nichts kaufen.
  • WKO Firmen A–Z: Als Mitglied der Wirtschaftskammer stehen Sie dort meist schon. Prüfen Sie E-Mail, Adresse und Gewerbe.

In meinem eigenen WKO-Eintrag fand ich eine abweichende E-Mail-Adresse. Außerdem war noch ein früheres Gewerbe eingetragen. Ein KI-Assistent hat daraus eine falsche Beschreibung meines Betriebs übernommen. Solche Abweichungen sehen Sie nur, wenn Sie die Einträge nebeneinanderlegen.

Vergleichen Sie die Angaben auf Ihrer Website mit denen im Profil. Auf Wunsch schaue ich ebenfalls darauf:

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Was das mit ChatGPT und anderen KI-Assistenten zu tun hat

Fragt jemand ChatGPT, Gemini oder den KI-Modus von Google nach einem Betrieb in der Nähe, stützt sich die Antwort auf öffentliche Quellen: Google-Profile, Bewertungen, Verzeichnisse und Websites. In meinen eigenen Abfragen haben KI-Assistenten dabei WKO Firmen A–Z und Herold als Quellen genannt. Ihr Profil und Ihre Einträge sind also auch hier die Grundlage.

Drei Dinge helfen:

  • Ein vollständiges, bestätigtes Google-Profil mit Bewertungen.
  • Derselbe Eintrag bei Bing Places, weil ChatGPT für seine Websuche unter anderem Bing nutzt. Bing kann Ihr Google-Profil übernehmen.
  • Ein Eintrag bei Apple Business Connect für Apple Maps und Siri.

Ob eine KI Ihren Betrieb empfiehlt, kann niemand zusagen. Die Antworten schwanken von Frage zu Frage. Sie können nur dafür sorgen, dass die Quellen stimmen, aus denen sie schöpft.

Lieber machen lassen? Ich richte Ihr Google-Unternehmensprofil für 190 € netto ein. Das Paket „Gefunden werden“ kostet 490 € netto. Darin gleiche ich zusätzlich Herold, WKO, Apple und Bing ab und ergänze die Faktenangaben auf Ihrer Website. Eine erste Messung zeigt, was ChatGPT, Gemini und Google über Ihren Betrieb sagen.

Bei Google und in KI-Antworten gefunden werden

Häufige Fehler

  • Das Profil hängt am Konto eines Webdesigners, der nicht mehr erreichbar ist.
  • Ein zweites Profil statt der Übernahme des bestehenden.
  • Ort oder Leistung im Namen.
  • Privatadresse sichtbar, obwohl keine Kunden kommen.
  • Servicegebiet „ganz Österreich“.
  • Bewertungen gegen Gutschein gesammelt.
  • Die Telefonnummer steht auf Website, Herold und WKO in drei Varianten.

Den letzten Fehler übersieht man auf der eigenen Website leicht. Ein Blick von außen hilft.

Website kostenlos von außen prüfen lassen

Checkliste

Häufige Fragen

Ist ein Google-Unternehmensprofil kostenlos?

Ja. Anlegen, Bestätigen und Pflegen kosten bei Google nichts. Kosten entstehen nur, wenn Sie zusätzlich Google-Werbung schalten. Angebote, die Ihnen gegen Gebühr einen „Google-Eintrag“ verkaufen, sind nicht von Google.

Kann ich ein Profil ohne Geschäftsadresse erstellen?

Ja, wenn Sie Kunden persönlich vor Ort bedienen. Empfangen Sie keine Kunden an Ihrer Adresse, blenden Sie sie aus und tragen ein Servicegebiet mit bis zu 20 Gebieten ein. Google braucht die Adresse trotzdem für die Bestätigung. Öffentlich sichtbar ist dann nur das Gebiet.

Wie lange dauert die Bestätigung?

Bei Telefon, SMS oder E-Mail oft sofort. Ein Video prüft Google laut eigener Hilfe in bis zu fünf Werktagen. Lehnt Google das Video ab, zeigt es die Gründe an, und Sie können ein neues aufnehmen.

Wo finde ich mein Unternehmensprofil später wieder?

Melden Sie sich mit dem Konto an, mit dem Sie das Profil verwalten, und suchen Sie in Google nach „mein Unternehmen“. Sie bearbeiten es dann direkt in der Suche oder in Google Maps. Erscheint es nicht, prüfen Sie zuerst das angemeldete Konto und den Profilstatus.

Soll ich ein fehlerhaftes Profil löschen und neu erstellen?

In der Regel nicht. Bewertungen und Verlauf hängen am bestehenden Profil. Korrigieren Sie Name, Kategorie und Adresse im vorhandenen Profil, auch wenn dafür eine neue Bestätigung nötig ist.

Brauche ich zusätzlich eine Website?

Das Profil funktioniert ohne Website. Mit einer Website, die dieselben Angaben enthält und Ihre Leistungen genauer erklärt, können Google und KI-Assistenten Ihren Betrieb aber besser einordnen.

Marko Hofmann, Wp-Xpert, Großdietmanns bei Gmünd. Seit 2017 baue und betreue ich WordPress-Websites und WooCommerce-Shops. Aktualisiert am .

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